KREBS UND TUMOREN HEILEN

Leitlinien zur homöopathischen Krebsbehandlung Zusammenfassung Die Besonderheiten der Krebserkrankung haben dazu geführt, daß viele homöopathische Ärzte im Verlauf ihrer praktischen Tätigkeit ihre Behandlungsmethoden bei Krebs modifiziert haben. Anhand der homöopathischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts werden die verschiedenen Methoden der Arzneiwahl und Dosologie bei Krebs besprochen. Die unterschiedlichen Behandlungsansätze und ihre gemeinsamen Tendenzen werden herausgearbeitet. Hierzu gehören die relativ häufigen Arzneigaben, die guten Erfahrungen mit Hoch- und Q-Potenzen und die Gabe von Nosoden. Die wesentlichen Verlaufsparameter werden aufgezeigt und wichtige Aspekte der Verlaufsbeurteilung und Folgemittelverschreibung ausgeführt. Es wird auf die Verwendung von Zwischenmitteln, adjuvanten Arzneien und Drainagemitteln eingegangen. Schließlich werden Heilungshindernisse, die Bedeutung von Ernährung und psychologischer Betreuung der Patienten verdeutlicht. Schlüsselwörter Krebs, Homöopathische Krebsbehandlung, Arzneiwahl, Dosologie, Verlaufsparameter, Heilungshindernisse, Folgemittel, Zwischenmittel, Drainagemittel, Ernährung, psychologische Betreuung. Abstract The special features of carcinosis have lead to the fact, that many homeopathic physicians have modified their methods of treatment in the case of cancer during the course of their medical practice. With the homeopathic literature of the 19th and 20th century, the different methods of the choice of drugs and dosiology in the case of cancer are discussed. The different approaches for treatment and their common tendencies are worked out. This includes the relatively frequent administration of drugs, the good experience with high- potencies and Q- potencies as well as the administration of nosodes. The essential parameters of the course are shown and important aspects of the assessment of the course and the prescription of consecutive remedies are explained. We consider the use of intermediate remedies, adjuvant drugs and drainage remedies. Finally the healing obstacles, the importance of nutrition and of psycological care of the patient are made clear. Keywords Homeopathic treatment of cancer, choice of drugs, dosiology, parameters of the course, healing obstacles, consecutive remedies, intermediate remedies, nutrition, psycological care. Einleitung Heute widmen sich homöopathische Ärzte wieder zunehmend der Behandlung von Krebsleiden. In der homöopathischen Literatur finden sich eine Reihe von Abhandlungen und Fallberichten, die zusammengenommen sehr instruktiv sind. Auch in jüngerer Zeit erschienen einzelne Arbeiten, deren Aufarbeitung lohnenswert ist.Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der vorliegenden Veröffentlichungen einen systematischen, praxisorientierten Überblick über die verschiedenen Methoden der Arzneiwahl und Dosierung sowie andere wesentliche Aspekte der homöopathischen Krebsbehandlung zu geben. Der Autor bezieht sich in erster Linie auf die Behandlung bösartiger Neubildungen, wenngleich die dargestellten Prinzipien auch auf Tumoren im allgemeinen anwendbar sind. Die Krebserkrankung weist im Vergleich zu anderen chronischen Krankheiten einige Besonderheiten auf:• Das unkoordinierte, verselbstständigte Tumorwachstum führt über vielfältige Mechanismen zu einer Schwächung der Immunabwehr und des Gesamtorganismus. • Besonders im fortgeschrittenen Stadium kann ein Mangel an charakteristischen Symptomen bzw. eine Einseitigkeit vorliegen. • Unbehandelt führt die Krebserkrankung fast immer schnell zum Tode. Die Behandlung steht unter Zeitdruck. Diese Besonderheiten haben schon im 19. Jahrhundert dazu geführt, daß krebserfahrene Homöopathen ihre Behandlungsweise modifiziert haben. "Ich habe keine...fertige 'Heilmethode' anzubieten," schreibt John H. Clarke, "es ist eine Arbeit, die verlangt, alle Möglichkeiten der Beobachtung auszuschöpfen." Zuerst sollen die Kriterien für die Arzneiwahl dargestellt werden. Folgende Methoden, die kombiniert werden können, sind zu unterscheiden: Die Arzneiwahl nach der Totalität der Symptome, die Arzneiwahl unter Berücksichtigung der sog. Krebsarzneien, die Gabe von Nosoden, die Arzneiwahl unter Berücksichtigung ätiologischer Hinweise und andere Methoden, z.B. die Gabe von isopathischen Krebsnosoden. Die Arzneiwahl nach der Totalität der Symptome Die gegenwärtige Symptomatik des Patienten ist maßgeblich. Alle Symptome, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Entwicklung der Krebserkrankung stehen, insbesondere die zuletzt aufgetretenen Symptome, werden für die Arzneiwahl herangezogen. Hierzu gehören die begleitenden Beschwerden wie Schweiße, Art des Schlafes, Durst und noch bestehende präkanzeröse Symptome, z.B. Obstipation, Fissuren oder Warzen. Die Bedeutung der lokalen Tumorsymptome, vor allem die Empfindungen und Modalitäten der Schmerzen, die Lokalisation und Art des Tumors, wurde in einer früheren Arbeit erläutert. Eine Arzneiwahl, die sich auf die Totalität der Symptome stützt, ist vom präkanzerösen Stadium bis zum Frühstadium eines Karzinoms besonders erfolgversprechend. Jedoch ist sie offenbar in den wenigsten fortgeschrittenen Fällen geeignet, eine Heilung zu bewirken. Der in der Krebsbehandlung erfahrene J. Compton Burnett hebt es sogar als Seltenheit hervor, wenn eine Tumorheilung "allein aufgrund der Symptome" gelingt und schreibt: "Ist es nicht an der Zeit, unsere Definition von Homöopathie in Bezug auf die Arzneiwahl zu erweitern, eine Arzneiwahl, die allein auf die Totalität der Symptome ... gegründet ist zu verlassen und stattdessen alle Hilfen zuzulassen, die zur richtigen Arzneiwahl führen können?" A.U. Ramakrishnan, der 1996 die Ergebnisse von über 3000 behandelten Krebsfällen präsentierte [66,67], konstatiert, daß die alleinige "konstitutionelle" Behandlung sehr schlechte Ergebnisse zeigt. Die Gründe hierfür werden vorrangig in der Symptomarmut bei austherapierten Patienten und in der Nichtbeachtung des Wirkungsbereichs der Arzneien gesucht. Aber das entscheidende Problem liegt möglicherweise in den oben genannten, häufig übersehenen Besonderheiten der Krebserkrankung selbst!An diesem Punkt stellt sich die Frage: Nach welchen weiteren Kriterien kann die Arzneiwahl bei Krebs getroffen werden Die Arzneiwahl unter Berücksichtigung der Krebsarzneien Mit dem Fortschreiten der Krebserkrankung kommt den sog. Krebsarzneien eine wachsende Bedeutung zu. Spätestens im fortgeschrittenen Stadium sollten diese Arzneien in besonderem Maße berücksichtigt werden. Emil Schlegel empfiehlt, bei deutlichen Hinweisen auf eine bestimmte Krebsarznei diese zunächst als einzige zu geben. Er schreibt: "Hat man Zeit, d.h. bei noch nicht dringenden Krankheitserscheinungen, so kann man hierdurch die überragendsten Kuren machen." Viele Krebsarzneien haben sich bei bestimmten Tumorlokalisationen bewährt. Besonders instruktiv sind die therapeutischen Hinweise von Arthur H. Grimmer, Ramakrishnan und Henry N. Guernsey, auch wenn Hinweise dieser Art auch von den Lebensbedingungen und ätiologischen Faktoren der jeweiligen Patienten abhängig sind. Die meisten Krebsarzneien sind in den Krebs- und Tumorrubriken der Repertorien aufgeführt. Diese Rubriken können, insbesondere bei fortgeschrittenen Krebsfällen, zur Arzneiwahl herangezogen werden. Im Frühstadium sollten sie nicht als Ausschlußrubriken, sondern zur Kontrolle nach bereits erfolgter Arzneiwahl verwendet werden. Wie schon an anderer Stelle diskutiert, wäre es mit Sicherheit ein Fehler, sich ausschließlich auf verifizierte Krebsmittel und -rubriken zu verlassen. Ein Mittel, das die charakteristischen Symptome und Modalitäten des Falles abdeckt, aber nicht in der betreffenden Krebsrubrik vertreten ist, muß in die Arzneiwahl miteinbezogen werden. So berichtet Ramakrishnan über die Heilung eines Astrozytoms einer 31jährigen Patientin durch Aeth. Die Symptome waren: Starke Kopfschmerzen mit Erbrechen und Bewußtseinstrübung, dabei Augen nach unten verdreht; besonders Milchgenuß ruft Erbrechen hervor. Aeth. C30 wurde in wiederholten Dosen bis zur XM gesteigert. Ramakrishnan berichtet, er habe weder vorher noch später Aeth. bei einen Tumor gegeben. Zu den Krebsarzneien zählen auch die sog. organ-spezifischen Arzneien, von denen die meisten nicht gründlich geprüft wurden und die daher vorwiegend nach empirischen Indikationen gegeben werden wie Cholesterinum (Leberkrebs), Ornithogalum umb. (Magenkrebs), Sedum repens (Darmkrebs), Ceanothus americ. (Milztumoren), Hecla lava (Osteosarkom), Galium aparine, Lapis albus usw. Die Arzneiwahl unter Berücksichtigung ätiologischer Hinweise Die relevanten ätiologischen Faktoren und deren Einbezug in die Arzneiwahl wurden in früheren Arbeiten ausführlich dargestellt. Die wichtigsten sind hier noch einmal genannt: Frühere, schwere Erkrankungen des Patienten; eine Verletzung; ein psychisches Trauma; schwere Erkrankungen in der Familie, v.a. Krebs oder Tuberkulose; belastende Faktoren wie Impfungen oder Intoxikationen. Besonders Clarke und Burnett stützen sich häufig auf diese Methode der Arzneifindung. Letzterer schreibt: "Mein eigenes Vorgehen in schwierigen und hoffnungslosen Fällen besteht darin, daß ich mich zuerst auf einen bestimmten Punkt stütze, der als vernünftiger therapeutischer Ausgangspunkt dienen könnte... Dieses Vorgehen..., sich auf irgendein Hilfe versprechendes Mittel zu verlassen, ist wenigstens eine Stütze, um weiter überlegen zu können." Unter dem "Ausgangspunkt" sind die ätiologischen Faktoren zu verstehen. Beispiele zur Arzneiwahl Durch die Kombination unterschiedlicher Methoden kann der Krebs von verschiedenen Seiten angegangen werden. Im folgenden soll ein Eindruck möglicher Vorgehensweisen vermittelt werden:Burnett, der zahlreiche Tumorfälle geheilt hat [13,14], führt nur in wenigen Kasuistiken die wahlanzeigenden Symptome auf. Zur Heilung eines großen Brusttumors bei einer 44jährigen, die sich 1888 bei ihm vorgestellt hatte, schreibt er: "Meine Vorstellung von den Arzneiwirkungen ist folgende: Zuerst heilte das Tub. die von der Mutter stammende tuberkulöse Anlage; das Nat-m. antidotierte die lang anhaltende Wirkung von Chinin; die Fragaria vesca wirkte auf die weibliche Brust als sanftes Stimulans und rüttelte ihre Lebensgeister ein wenig wach; Sil., Puls. und Hydr. sind ... Arzneien, die als maßgebliche Polychreste bezeichnet werden können." Schlegel, der 40 Jahre später den Begriff der spezifischen Krebsmittel prägte, beschreibt seine Vorgehensweise wie folgt: "Die Mittel der ersten Kategorie, welche...der gegenwärtigen Lage entsprechen, können in öfteren Gaben etwa zweimal täglich in dritter, sechster oder zwölfter, auch 30. Potenz eine zeitlang verabreicht werden, etwa ein bis...drei Wochen je nach Wirkung... Dann tritt möglichst eine Beobachtungszeit ohne Arznei ein. Die Arzneien der zweiten Kategorie, welche auf ermittelte ältere Krankheitserscheinungen oder Anlagen zurückgehen,...werden in 30. oder in höherer Potenz [an einem sonst arzneifreien Tag] gegeben. Sie sollen...etwa vier bis sieben Tage und länger nachwirken können. Hierher gehören auch...Tub., Med. und andere." "Auch wenn gar keine symptomatischen Anhaltspunkte für ein Mittel zu finden wären, könnte man...wenigstens Sil. geben, wovon viele Heilungen beobachtet sind." "Es ist immer besser zu handeln, als ohne handelnde Teilnahme nur zu beobachten." "Fehlen deutliche Symptomhinweise, so sind wenigstens Kachexie erzeugende Mittel zulässig, also...Ars., Chin. und Hydr., auch Condurango. Man gibt dann eines von diesen oder auch zwei, wenn es eilt, und überzeugt sich vielleicht doch von einer Prävalenz bei diesem oder jenem... So kann man für mehrere Wochen den Gebrauch eines solchen 'renommierten Krebsmittels' verordnen...und man wird Erfolge sehen. Damit ist gewöhnlich eine Verschiebung des Symptombildes verbunden, so daß nachher z.B. Phos. oder Lyc. in Betracht kommen." Die Krebsarzneien mit ihrer mehr lokalen Wirkung auf den Tumor werden also im Laufe der Behandlung zunehmend von den tieferwirkenden Arzneien abgelöst, sobald der Patient aus der größten Gefahr herausgeholt ist.Ramakrishnan zählt zu den heutigen Homöopathen mit Erfahrung in der Krebsbehandlung. Er hält es für sehr wirkungsvoll, eine Arznei nicht länger als eine Woche zu geben. Außerdem empfiehlt er die interponierte Gabe von Nosoden. Am häufigsten gibt er Carc. gefolgt von Scirrhinum, seltener auch Tub. und Med., wobei er Scir. bei steinharten Tumoren und Carc. bei allen übrigen Tumoren verwendet. Normalerweise wird wöchentlich zwischen einer Krebsarznei und der Nosode gewechselt. Die Arzneien werden nach einem besonderen Verfahren zubereitet und mehrmals täglich eingenommen (siehe Kapitel "Dosologie"). Nach vier bis sechs Wochen kann zur nächsthöheren Potenz übergegangen werden. Die Krebsarznei, von Ramakrishnan als "organ-spezifisches" oder "lokales Mittel" bezeichnet, wird nach den charakteristischen Symptomen des Tumors ausgewählt. Wenn keine Charakteristika vorhanden sind, auf die eine tumorspezifische Verordnung gegründet werden kann, gibt er Arzneien, die sich nach seiner Erfahrung bei der betreffenden Tumorlokalisation bewährt haben. In hoffnungslosen Fällen verordnet er - sich bei Hahnemann entschuldigend - bis zu drei Arzneien gleichzeitig. Erst wenn eine Stabilisierung erreicht ist, wird das Krebsmittel allmählich zugunsten eines chronischen Mittels verlassen. Dieses wird ebenfalls wöchentlich mit der Nosode gewechselt. Die Nosode wird schließlich abgesetzt und das Krebsmittel bei Bedarf weitergegeben. Ist das Krebsgeschehen unter Kontrolle gebracht, egal, ob durch eine homöopathische oder konventionelle Behandlung, behandelt er den Patienten nach der Allgemeinsymptomatik weiter. Arzneiwahl bei vorbehandelten Patienten Bei vorbehandelten Patienten ist folgendes zu beachten: Symptome, die durch die Operation ausgelöscht oder verändert wurden - am häufigsten die lokalen Tumorsymptome mit Modalitäten und Empfindungen - können in die Arzneiwahl miteinbezogen werden [2,71]. Dies zeigen u.a. die postoperativ behandelten Fälle Horst Barthels, der unter Verwendung präoperativer Symptome häufig eine der Krebsarzneien wählt. Wie hochwertig diese Symptome zu berücksichtigen sind, muß die Praxis noch zeigen. Bei wenige Wochen oder Monate zuvor operierten Fällen sollten sie höher bewertet werden als Jahre nach der Operation [4]. Sie werden auch dann herangezogen, wenn postoperativ ein Mangel an charakteris-tischen Symptomen besteht. Dieses Vorgehen ist schlüssig, da durch die plötzliche Entfernung des Endproduktes einer chronischen Krankheit die Diathese nicht ausgelöscht wird.Auch die Beschwerden, die durch konventionelle Therapien induziert werden, sind bei der Arzneiwahl zu berücksichtigen, da jeder Mensch individuell auf therapeutische Stimuli reagiert. Während einer Chemotherapie wird die Arznei gegeben, die auch zur Behandlung des Tumorleidens gewählt worden wäre, es sei denn, ein anderes Mittel ist klar indiziert. Nur bei unbefriedigender Wirkung werden auch die Nebenwirkungen der Chemotherapie zur Arzneiwahl herangezogen [71]. Da sich die Arzneiwirkung während einer Chemotherapie schnell verbraucht, sollte die Arznei mindestens einmal täglich wiederholt oder in Q-Potenzen gegeben werden [57].Das Vorgehen bei Patienten, die sich einer Operation unterziehen, wurde in einer früheren Arbeit besprochen. Häufiger Arzneiwechsel Es hat sich gezeigt, daß fast immer mehrere Arzneien notwendig sind, um eine Heilung oder Besserung zu erreichen. "Krebs ist eine Kette von Gliedern,...eine Verkettung von Komplexitäten..., und jedes Glied ist ein biologischer Prozeß. Und nun will man sich daranmachen, dies alles durch ein Mittel zu ändern? Das ist absolut undenkbar", stellt Burnett fest. Nur selten werden Krebsfälle durch ein einziges Mittel geheilt. Weiterhin fällt in den Kasuistiken, besonders bei Burnett und Clarke auf, daß häufig eine Arznei gewechselt wird, die gerade eine gute Wirkung gezeigt hatte. Burnett behandelte ein 12jähriges Mädchen mit einem wachsenden, warzenartigen Tumor am Mundboden: "Ich verordnete Thuja 30 innerlich in seltenen Gaben, und eine Mundspülung mit Thuja-. ...Weil dies das Gewächs auf die Größe einer Erbse zusammenschrumpfen ließ, wurde die Behandlung unterbrochen. Aber dann biß sie dreimal hintereinander darauf, worauf es wieder zu wachsen begann... Diesmal verordnete ich Sabina, genau wie ich vorher Thuja gegeben hatte. Unter Sabina nahm die Patientin ein gesundes Aussehen an, aber ein Stück des Gewächses blieb noch vorhanden. Da verordnete ich Cupressus law. ..." Der Tumor verschwindet darunter vollständig. "Nun könnte die Frage gestellt werden: 'Warum sind Sie nicht bei Thuja geblieben, statt danach Sabina und dann Cupressus law. folgen zu lassen?' Weil ich aus der praktischen Erfahrung gelernt habe, daß ein Rundumwechsel zu ähnlich wirkenden Mitteln sehr viel schneller zu einer Heilung führt, als wenn man mit demselben Mittel dauernd fortfährt." Dosierung und Potenzwahl Die krebserfahrenen Homöopathen haben immer wieder verschiedene Methoden der Dosierung und Potenzwahl erprobt. Obwohl die Frage der Dosologie bei bösartigen Neubildungen noch weiterer Forschung bedarf, lassen sich in den Kasuistiken Tendenzen erkennen, die im folgenden dargestellt werden. Häufige Arzneigaben Die Arzneien werden - ähnlich wie bei Akutkrankheiten - relativ häufig gegeben. Dies gilt besonders, wenn Krebsarzneien verordnet werden. Bereits Clemens v. Bönninghausen schreibt: "Solche Fälle von einseitigen Krankheiten, wobei oft der Körper für die Arzneiwirkungen wenig Empfänglichkeit zeigt und Nebenbeschwerden eben erwünscht sind, waren in der letzten Zeit die Einzigen, wo ich zuweilen etwas stärkere Gaben anwenden mußte." Mit den "stärkeren Gaben" sind bei Bönninghausen häufige Gaben gemeint [10].Schlegel stellt fest, daß "der Krebs...nur in Ausnahmefällen eine lange Nachwirkung der Mittel zu erfordern oder zu lohnen [scheint], weshalb denn auf dem Wege der orthodoxen Homöopathie mit Hochpotenzen und einzelnen Gaben nicht viel ausgerichtet wird." Edmund Carleton verwendet meist eine C200, die er in Wasser aufgelöst mehrmals täglich einnehmen läßt. Bei einem Uterus-Karzinom z.B. verordnet er Kreos. C200 alle zwei Stunden. Eine bösartige Geschwulst auf der Stirn einer älteren Frau, vermutlich ein Basaliom, behandelt er mit Phos. C200 viermal täglich ein ganzes Jahr lang! Bei Besserung werden die Intervalle sukzessive vergrößert. In einigen Fällen beginnt er mit dieser häufigen Arzneigabe und geht bei zunehmender Stabilisierung auf Einzelgaben in Höchstpotenzen über. Auch Arzneien, die er wegen ihrer antipsorischen Wirkung einsetzt, werden in Einzelgaben gegeben. Ramakrishnan ist der Überzeugung, daß die Arzneigaben bei Krebs heute nicht häufig genug wiederholt werden. Nach seiner Erfahrung treten bei den allgemein üblichen Arzneiwiederholungen in größeren Abständen oft Rückfälle auf. Er verwendet ein eigens entwickeltes Dosierungsverfahren, das er "plussing-protocol" nennt. Dabei wird die Arznei in Wasser aufgelöst auf zehn Gaben verteilt täglich eingenommen. Die Methode eigne sich besonders für die C30, die C200 und die M, aber auch für die XM. Durch dieses Verfahren meint Ramakrishnan, seine Resultate gegenüber den Einzelgaben oder wiederholten Einzelgaben enorm verbessert zu haben. Bei Krebspatienten werde keine Prüfungssymptomatik induziert, wie dies normalerweise zu erwarten wäre. Ramakrishnan wendet das "plussing"-Verfahren bei allen Arzneien, auch den Nosoden, und bei allen Krebsfällen an. Im präkanzerösen Stadium oder in der Remissionsphase sei diese häufige und intensive Arzneigabe nicht erforderlich. Hier gibt er eine Einzelgabe des chronischen Mittels in der C30 oder C200 einmal pro Woche oder in zwei Wochen, später einmal im Monat oder alle zwei Monate. Anne Clover, eine zeitgenössische Homöopathin, verordnet initial eine C30 oder C200 dreimal täglich. Die Patienten werden angeleitet, bei Besserung die Einnahme auszusetzen, bei Stagnation oder Rückkehr der Beschwerden wieder einzusetzen, so daß die Intervalle der Arzneigaben individuell durch den Patienten gesteuert werden. James T. Kent hat vielleicht deshalb der Krebserkrankung eine so aussichtslose Prognose gegeben, weil er in gewohnter Weise Hochpotenzen in seltenen Gaben verordnete. Möglicherweise müssen wir heute davon ausgehen, daß viele homöopathische Krebsbehandlungen an der zu seltenen Arzneigabe scheitern.Wie in allen Bereichen der Medizin gibt es auch zur Gabenhäufigkeit bei Krebs gegenteilige Auffassungen. So lehnt William E. Jackson, der bei Krebsfällen vorwiegend tiefe Potenzen verwendet, häufige Arzneiwiederholungen ab. Selten kann bei bösartigen Tumoren durch eine einzige Arzneigabe eine langanhaltende Wirkung erzielt werden. Auch scheinen bei langsam wachsenden Tumoren wie dem Basaliom Einzelgaben vertretbar zu sein, wie Fälle von Carleton und Spinedi zeigen. Beide verwendeten Hochpotenzen. Carleton wiederholte die Arznei alle zwei Monate oder bei einem Stillstand der Besserung; Spinedi wiederholte nur dann, wenn ein Stillstand im Rückgang des Basalioms festzustellen war. Gute Ergebnisse mit Hochpotenzen Die Frage der Potenzwahl wird wie in anderen Bereichen der Homöopathie kontrovers diskutiert. Vereinfacht lassen sich drei Gruppen von Homöopathen unterscheiden, die Übergänge sind fließend: Eine erste Gruppe verwendet bei Krebs nur niedrige und mittlere Potenzen. Einige dieser Homöopathen meinen, durch hohe Potenzen zu starke Verschlimmerungen auszulösen. Jackson zum Beispiel behandelt Krebspatienten gewöhnlich mit Potenzen zwischen der C3 und C6, gelegentlich auch C12 bis C18. Er schreibt, daß hohe Potenzen "zuviel Reaktion verursachen" [76]. Andere Homöopathen versuchen einen Mittelweg und beginnen meist mit Potenzen um die C30. Grimmer z.B., der in über 50jähriger Praxis mehrere tausend Krebspatienten behandelte, schreibt: "Wenn wir die Potenz zu Beginn zu hoch wählen und speziell, wenn die Fälle im fortgeschrittenen Stadium sind, so verursachen wir...unnötige Leiden, ja rufen vielleicht eine solche Verschlimmerung hervor, daß wir ihrer nicht mehr Meister werden ..." Grimmer beginnt gewöhnlich mit der C30, geht dann auf die XM und noch höhere Potenzen über. Bei fortgeschrittenen Fällen verordnet er niedrige und mittlere Potenzen wie D6 bis D30. Eine dritte Gruppe Homöopathen wie Carleton und in heutiger Zeit Barthel, Ramakrishnan und Cremonini geben fast ausschließlich Hoch- und Höchstpotenzen. Barthel schreibt: "Die Behandlung meiner dargestellten...Malignome widerspricht der Hypothese, daß bei bösartigen Prozessen keine Hochpotenzen angewendet werden dürfen." Der argentinische Homöopath César L. Cremonini verordnet bei Krebsfällen mit ausgeprägter Schwäche und schlechtem Allgemeinzustand wieder-holte Gaben von Hochpotenzen. Er gibt zum Beispiel die XM aufgelöst zehn Tropfen alle zwölf Stunden. Bei einem Patienten mit Hirntumor wird diese Dosierung 15 Tage lang fortgeführt. Mit dieser Methode konnte Cremonini in den letzten Jahren in allen Fällen bessere Resultate erzielen als mit wiederholten Gaben niedriger C-Potenzen oder mit Q-Potenzen. Bei allen Patienten, die mit dieser Methode behandelt wurden, traten starke Ausscheidungsreaktionen wie Diarrhoen, Erbrechen, Eiterungen oder Schweiße auf, die schließlich von einer generellen Besserung begleitet waren. Zum Vorgehen von Carleton und Ramakrishnan siehe das Kapitel "Häufige Arzneigaben".Einige Homöopathen wie Clarke, Schlegel und Burnett verwenden sowohl hohe als auch tiefe Potenzen. Schlegel gibt meist Potenzen zwischen der 3 und der 30; in vielen Kasuistiken überwiegen wiederholte Gaben einer 30. Bei Clarke und Schlegel kann nicht immer nachvollzogen werden, nach welchen Kriterien die Potenzstufe gewählt wurde. Wahrscheinlich wurde mit tieferen Potenzen eine mehr organotrope Wirkung auf die lokalen Vorgänge beabsichtigt, mit höheren Potenzen eine Wirkung auf die innere Ursache der Erkrankung, auf die auslösenden Faktoren oder die allgemeine Intoxikation beabsichtigt. Insgesamt läßt sich feststellen, daß nach organotropen Gesichtspunkten gewählte Krebsarzneien und organ-spezifische Arzneien häufig in einer tieferen Potenz gegeben werden. Je klarer und umfassender ein Mittel homöopathisch indiziert ist, desto höher wird i.d.R. die Potenz gewählt. Die guten Resultate mit Hochpotenzen spiegeln eine statistische Untersuchung wieder, die James Stephenson 1959 anhand von 95 Fällen aus der Fachliteratur durchführte. Stephenson faßt die Ergebnisse der Auswertung wie folgt zusammen: "Bei den mit höheren Potenzen [ab C30, A.d.V.] behandelten Fällen verloren alle mehr Krebszeichen als bei den mit niederen Verdünnungen behandelten. ...Die mit Hochpotenzen behandelte Gruppe enthält zweimal soviel Fälle mit [schon vorhandenen] Metastasen wie die mit Tiefpotenzen behandelte Gruppe, was uns anzeigt, daß mit der ersteren bessere Resultate trotz der schlimmeren Bedingungen ... erreicht wurden. Ferner sind in der mit Hochpotenzen behandelten Gruppe ein Viertel mehr exklusiv homöopathisch behandelte Kranke." Dies ist ein wichtiger Hinweis in der Potenzfrage bei Krebs, der durch größere Fallzahlen bestätigt werden müßte.Die Potenzwahl hängt auch von der Arznei oder ihrer Zubereitung ab. Cond. z.B. wirkt in tiefen Potenzen offensichtlich besser als über der C30. Cremonini hat gute Resultate mit Carc. XM, weniger gute mit niedrigeren Carc.- Zubereitungen, wogegen Lach. in der C200 am besten wirke. Die Dosierung und Potenzwahl bei gutartigen Tumoren und im präkanzer-ösen Stadium unterscheidet sich in der Regel nicht von dem Vorgehen bei anderen chronischen Krankheiten. Q-Potenzen und sog. Schüttelpotenzen Bei fortgeschrittenen Fällen gibt Spinedi Q-Potenzen meist einmal täglich. Nach seiner Erfahrung führt dies zu einer schnellen Entwicklung von Symptomen, die auf das Folgemittel hinweisen. Die indischen Homöopathen M.L. und P. Agrawal behandelten einen Patienten mit Prostata-Karzinom mit Ign. Q1, Q3 und Q6 mehrmals täglich. Die Arzneien wurden nur bei Beschwerden wie z.B. Harnträufeln gegeben [1]. Barthel verwendet Q-Potenzen, wenn gleichzeitig ein allopathisches Medikament oder ein Mistelpräparat eingenommen wird. Gotthard Behnisch gibt in Fällen, in denen die Arznei zunächst gut wirkt, sich aber schnell wieder verbraucht, eine sog. Schüttelpotenz. Bei Bedarf werden zwei bis fünf Tropfen der hergestellten Lösung eingenommen. Zustände mit einem raschem Auswirken der Arznei finden sich häufig bei fortgeschrittenen und präfinalen Krebsfällen. Gabe und Dosierung von Nosoden Nosoden spielen in der Krebsbehandlung eine große Rolle. Sie werden meist in hohen Potenzen zwischen die Krebsarzneien oder chronischen Arzneien interponiert. Clarke z.B. gibt Carc. 100 alle zehn Tage und die Krebsarznei täglich; oder er verordnet Thuja 30 als Pocken-Impfnosode einmal in zehn Tagen oder in ansteigenden Potenzen in der M, XM, CM. Ramakrishnan hat in hunderten von manifesten Krebsfällen Carc. gegeben. Er verwendet es meist in der C200 großzügig in allen Stadien der Krankheit und hat bis dato keine unerwünschten Wirkungen beobachtet. Carc. ist nach seiner Erfahrung die wirksamste Nosode bei Krebs überhaupt. Bei Patienten mit hohem Krebsrisiko und Patienten in Remission gibt er es dreimal im Abstand von einem Monat. Verlaufsparameter für den Behandlungserfolg Während der Behandlung muß der Patient sorgfältig beobachtet werden, damit auch kleine Veränderungen seines Zustandes erfaßt werden können. Je nach Tumorstadium sind engmaschige Kontrollen in Abständen von Tagen bis Wochen erforderlich. Homöopatisch behandelte Krebspatienten befinden sich häufig parallel in schulmedizinischer Diagnostik und Behandlung. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, daß bei allen neuen Beschwerden und Reaktionen zuerst der Homöopath zu Rate gezogen werden muß! Dies kann bei Heilreaktionen wie Fieber, auch während einer Chemotherapie von Bedeutung sein.Daß die Verlaufsbeurteilung nicht einfach ist, bemerkt Schlegel: "Wir können von einzelnen... pathologischen Erscheinungen nicht wissen, ob sie der Befestigung oder dem Abbau des Lebens dienen. Selbst...Vorgänge wie Schmerz oder Fieber haben ihre teleologische, ihre das Leben konservierende Seite... [Es] kann leicht geschehen, daß ein lebhafterer Fluß in die sich abspielenden Ereignisse kommt und...die erhaltenden Kräfte des Lebens...sich frischer regen und fühlbarer machen im Ablauf der Erscheinungen. Dann geht es der Heilung zu." Die Größe des Tumors ist ein äußerst wichtiger Parameter in der Krebs-behandlung. Für die Verlaufsbeurteilung der Tumorgröße ist eine exakte schulmedizinische Diagnostik maßgeblich. Ramakrishnan z.B. läßt bei einer 29jährigen Patientin mit Stimmbandkarzinom Stadium 1b, die eine Bestrahlung abgelehnt hatte, zur Verlaufskontrolle der homöopathischen Behandlung alle zwei Wochen eine Laryngoskopie und alle vier Wochen ein CT durchführen. Ein Rückgang der Tumorgröße, auch ein Wachstumsstillstand sind gute Zeichen bei einem Tumor, der zuvor progredient war. Dies gilt grundsätzlich für jede Art von Tumoren. In manchen Fällen bleibt ein beschwerdefreier Resttumor bei gutem Allgemeinzustand über Jahre oder lebenslang stationär. Ob hier von einer Heilung gesprochen werden kann, sei dahingestellt. Immerhin schreibt Schlegel: "Ein Stillstand des Tumors oder ein leichter Rückgang ist oft von praktisch höchstem Wert, zumal bei älteren Leuten. So erwünscht eine volle Heilung wäre, genügen doch oft Stillstand und leichter Rückgang, um das Leben bei relativem Wohlsein zu erhalten." Neben der Größenabnahme sind eine zunehmende Verschieblichkeit oder Weichheit, eine abnehmende Schwellung oder Infiltration um den Tumor prognostisch gute Zeichen. Dazu gehört auch die Normalisierung von tumorbedingten Deformierungen, z.B. der Brustwarze bei Brusttumoren. In einem Fall von Carleton verlagert sich ein Weichteilsarkom im Heilungsverlauf allmählich nach distal. Im allgemeinen kann gesagt werden: Solange ein Tumor an Größe abnimmt, hat die Therapie Erfolg; wächst er weiter, dann wurde die falsche Arznei gewählt.Die Schmerzen sind ein empfindlicher Verlaufsparameter. Der Rückgang der Tumorschmerzen ist gewöhnlich von einer Besserung der Gesamtkrankheit begleitet. Auch eine vorübergehende Zunahme der Schmerzen spricht nicht gegen die gegebene Arznei. So wertet Clarke eine verstärkte Druckempfindlichkeit des Tumors als gutes Zeichen. Nach der Zweitkonsultation einer Patientin mit einem Brusttumor schreibt er: "Der Knoten ist empfindlicher, sie fühlt nun den leichtesten Druck der Kleidung. Allgemeine Gesundheit sehr gut. Die gesteigerte Empfindlichkeit des Tumors zeigte mir, daß das Mittel seine Arbeit tat." Cooper, der Einzelgaben der Urtinktur verordnete, berichtet in einigen Kasuistiken von einer initialen Schmerzzunahme, die einem zum Teil dramatischen Heilungsverlauf vorangeht. Eine Patientin mit Uterus-Karzinom erhält am 5. Januar 1900 Laurocerasus . Am 19. Januar berichtet sie, daß sie "in der ersten Woche Tag und Nacht große Schmerzen gehabt hatte,...aber in der zweiten Woche weniger Schmerzen als in den vergangenen zwei Jahren, und nun fühle sie sich überhaupt nicht mehr krank..." Cooper hält diesen Fall für ein gutes Beispiel dafür, wie leicht es sei, die heilende Arznei zu verwerfen: "Anstatt die Schmerzen zu lindern, verursachte Laur. in der ersten Woche sehr viel größere Beschwerden. ...Hätte ich ihr empfohlen, sie nach drei oder vier statt nach 14 Tagen zu sehen,...[wäre] das richtige Arzneimittel möglicherweise abgesetzt...worden." Auch frühere Schmerzzustände zum Beispiel in Form rheumatischer Schmerzen können unter der Behandlung wiederauftreten. Die Heilung von Tumoren geht mit einer Verbesserung des Allgemeinzustandes einher. Dies wurde schon an anderer Stelle ausgeführt. Clarke berichtet über eine 41jährige Patientin mit Krebs der rechten Brust, der unter Thuja, Scirr., Sil., Carc., Natrium cacodylicum, Phyt. - interponiert mit Scirr. - sowie Scrophularia nodosa zur äußerlichen Einreibung einer vergrößerten Achsellymph-drüse ausgeheilt wurde. Er schreibt: "Als die Patientin zwei Monate später wieder vorsprach, war der Knoten total verschwunden und die Patientin war von ihrer Diathese geheilt. Es ist eine erstaunliche Besserung ihrer allgemeinen Gesundheit und in ihrem Aussehen festzustellen." Vorübergehende Verschlechterungen des Allgemeinzustandes im Sinne einer Erstverschlimmerung sind selbstverständlich auch bei Krebsfällen möglich. In diesem Zusammenhang sei an folgende Aussage Bönninghausens zur Erstverschlimmerung gedacht: "...Die Zeit des Abwartens [ist]...je nach der Natur und der Dauer der Krankheit äusserst verschieden... Wo in den akutesten Krankheiten...diese Zeit sich nach Minuten abmisst,...da gehen bei chronischen Krankheiten oft ganze Wochen um, ehe die heilbringende Nachwirkung sich zu zeigen beginnt." Auch darf man sich nicht durch eine Besserung des Allgemeinzustandes bei unverändertem Tumorbefund täuschen lassen. Es bedeutet es nichts, wenn ein Krebspatient sagt, es gehe ihm gut. Er hört mit der Behandlung nicht auf. Ein weiterer Verlaufsparameter ist die Gewichtszunahme. "Die Gewichtskurve ... muß als allererstes korrigiert und berücksichtigt werden", schreibt Maurice Fortier-Bernoville. "Der Patient sollte jede Woche gewogen werden. Nach dieser Kurve wird sich die Wiederholung der konstitutionellen Mittel oder der Nosoden richten... Die Gewichtskurve wird uns sehr schnell die von der Behandlung zu erwartenden Ergebnisse und Hoffnungen mitteilen." Besonders bei kachektischen Patienten ist das Gewicht eines der Hauptkriterien für den Behandlungsverlauf. Nach Anton Nebel verbessert sich die Prognose eines Krebspatienten, wenn die Urinausscheidung gesteigert und eine bestehende Obstipation geheilt wird. Auch Clarke hält die Obstipation für einen wichtigen Behandlungsparameter. Den Verlauf der Menses erfragt Clarke vor allem bei Brusttumoren. Der Blutdruck sollte kontrolliert werden, da es besonders in fortgeschrittenen Fällen zu einer Schwächung des Herzens mit Hypotonie kommen kann. Ein schwacher Puls sollte im Verlauf stärker werden. Die Augen werden wieder glänzend und bekommen eine bessere Ausstrahlung. Auch die Gesichtsfarbe ändert sich. Eine vorhandene Anämie sollte sich klinisch und laborchemisch bessern. Viele Krebspatienten haben eine belegte Zunge, die bei gutem Verlauf kontinuierlich sauberer wird. Nach Cooper sind vorübergehende Unterschenkelödeme nach Arzneigabe Zeichen einer erhöhten Aktivität der Ausscheidungsorgane. Verschiedene Heilreaktionen können im Behandlungsverlauf auftreten. Schlegel nennt hier Fieber, Erbrechen, Durchfälle, Abszedierung, Erysipel, Ausdünstungen, Schweiße, akute und chronische Katarrhe und Ausschläge. Diese Vorgänge könnten durch Zwischenmittel abgemildert werden. "In vielen Fällen verlaufen...diese...Heilreaktionen ganz insensibel und bestehen...nur in zunehmendem Wohlsein, in abnehmenden Erscheinungen und Produkten der Krankheit", schreibt er. Fieber scheint die Zurückbildung von Krebs v.a. durch Immunstimulation zu begünsten. Bei Auftreten von Fieber sollten nicht ohne Rücksprache Antipyretika oder Antibiotika eingenommen werden. Das Auftreten eines Erysipels oder von erysipel-, scharlach- oder masernähnlichen Ausschlägen kann eine Heilreaktion sein, wie Schlegel und andere Krebsärzte in mehreren Fällen beobachteten. Tumoren heilen langsam Heilungsfälle in wenigen Wochen oder Monaten sind eine seltene Ausnahme. Die meisten Krebsheilungen benötigen mehrere Jahre. Auch bei operativ oder chemo-therapeutisch vorbehandelten Patienten braucht es Jahre, bis die Krebsdiathese beseitigt ist. Schon Hahnemann weist darauf hin, daß die "ständigen Lokalübel" als letzte geheilt werden. Burnett betont, daß viele Krebsfälle geheilt werden können, wenn die arzneiliche Behandlung "lange und ohne Unterbrechung" erfolgt: "Es ist völlig sinnlos,...Tumoren...heilen zu wollen, es sei denn, Sie verfügen über eine außergewöhnliche Geduld. ...Einige frisch entstandene Tumoren [heilen] innerhalb weniger Wochen oder Monate, während andere ebensoviele Jahre benötigen. Allgemein gesagt dauert die Heilung eines Tumors mit Hilfe von Arzneien ebensolange, wie dieser für sein Wachstum benötigte. Und hierbei darf nicht vergessen werden, daß ein Tumor häufig lange Zeit existierte, bevor er gefunden wird. ...Tumoren sind lebende Wucherungen. Sie...müssen auf vitale Weise geheilt werden und für diesen Vorgang ist Zeit nötig, oftmals viel Zeit." "Was auf vitalem Wege kommt, muß auch auf vitalem Wege gehen, und das bedeutet: Sanft, schmerzlos und vergleichsweise langsam." Die Erfahrung, daß die Behandlung von Tumoren über lange Zeit durchgeführt werden muß, ist überaus wichtig:1. Ein häufiger Fehler in dringenden Fällen ist das zu schnelle Wechseln der Arzneien aus Übereilung oder Ungeduld. 2. Solange der Tumor bei sonstigem Wohlbefinden stabil bleibt oder langsam an Größe abnimmt, muß der Fall nicht abgegeben werden. Die Behandlung kann ohne Bedenken weitergeführt werden. Beurteilung der Arzneigabe und Folgemittel Im Rahmen dieser Arbeit können und sollen nicht alle Verlaufsmöglichkeiten besprochen werden. Es soll sich auf wenige Beispiele aus der Literatur beschränkt werden."Bei entschiedener Besserung eines Krebsfalles darf man nicht ablassen, weiter zu behandeln, und es wird darin oft durch Nachlässigkeit seitens der Patienten gefehlt. Von seiten des Arztes dürfen wohl seltener Mittelgaben zur Anwendung kommen und Pausen von vier bis sieben Tagen, wo der Genesende gar nichts nimmt. Jedoch muß die Mittelwahl womöglich noch sorgfältiger sein als anfangs. Dies kann sie auch sein, weil im Verlaufe...manches Symptom...in erwünschter Weise an den Tag kommt ...", schreibt Schlegel. Neue, anhaltende Symptome bedeuten den alten Homöopathen einen Mittelwechsel, selbst wenn der Tumor sich bessert. Hierzu ein Fall von Clarke: Er verordnet einer 35jährigen Patientin mit rechtsseitigem Brusttumor Scirr. 100 alle zehn Tage. Darunter verkleinert sich der Knoten der rechten Brust. Aber es kommt zu einer deutlichen Verstärkung der schon zuvor vorhandenen Einziehung der Brustwarzen; die linke Brust ist empfindlicher und leicht knotig. "Offensichtlich hatte Scirr. in diesem Fall zu wirken begonnen. Es hatte eine Verkleinerung des Tumors in der rechten Brust...und die Symptome der linken Brust hervorgerufen. Ich sah die bemerkenswerte Einziehung der Brustwarzen als eine Verschlimmerung an." Clarke gibt Sars. 30 einmal täglich sowie Scir. 100 alle zehn Tage. Darunter verschwindet der Tumor in zwei Monaten. Es gibt immer wieder Tumorheilungen in erstaunlich kurzer Zeit. Wie lange in solchen Fällen weiterbehandelt werden sollte, kann nicht beantwortet werden. In dem bereits erwähnten Fall eines Stimmbandkarzinoms, das unter Phos. C200 im Wechsel mit Carc. C200 in acht Wochen ausheilt, gibt Ramakrishnan die Arzneien in unveränderter Dosierung für weitere acht Wochen und schreibt: "Es war eine zu ernste Angelegenheit, als daß ich die übliche Regel, bei einer Besserung aufzuhören, hätte anwenden können." Folgemittelverwandtschaften In einer früheren Arbeit wurden die wesentlichen Aspekte der Folgemittelver-schreibung bei einseitigen Krankheiten erläutert. Bönninghausen schreibt über die symptomarmen und daher schwierig zu heilenden chronischen Krankheiten: "Daher habe ich es oft auch sehr vorteilhaft gefunden,...gleich von vorn herein unter den anzuwendenden Heilmitteln eine solche Ordnung zu treffen, daß - (wenn nicht etwa später auftretende Symptome Abänderungen nöthig machten) - jedesmal nur verwandte Arzneien, und zwar am besten solche, wovon die eine dem Hauptleiden, die andere den Nebenbeschwerden mehr entsprach, auf einander folgten." Die Praxis muß zeigen, ob die Arzneiverwandtschaften der chronischen Krankheiten auch für die z.T. rasch progredienten Krebsleiden anwendbar sind. Bei einem Fall von Zungenkarzinom einer 62jährigen, das unter Puls. im Wechsel mit Visc. mäßige Fortschritte zeigt (Geschwür etwas besser), läßt Ramakrishnan drei Monate nach Behandlungsbeginn Thuja mit der Begründung folgen, es sei das chronische Mittel zu Puls. Das karzinomatöse Geschwür und die Leukoplakien heilen unter Thuja im monatlichen Wechsel mit Visc. vollständig ab. Er stellt fest, daß Thuja auf der Besserung durch Puls. aufbaut. Barthel wendet die Arzneiverwandtschaften bei der Nachbehandlung von Krebsfällen in vielen Kasuistiken mit Erfolg an. Möglicherweise lassen sich bei Krebsleiden andere Arzneiverwandtschaften oder Gesetzmäßigkeiten unter den Arzneien feststellen. Hierzu ein interessanter Fall von Clarke, der in kurzer Zeit durch eine Folge von Arzneien geheilt werden konnte. Es handelt sich um eine Frau kurz vor der Menopause mit einen Tumor der linken Brust. Konsultation am 7. Mai 1894: Schmerzen im Inneren der Brust, ein Knoten von der Größe einer grünen Bohne ist unter der Mamille tastbar, linke Axilla geschwollen; war nie sehr kräftig gewesen; vor acht Jahren und erneut drei Jahre später Entfernung von Hämorrhoiden; zwei- oder dreimal geimpft; Obstipation, Stühle hell; Einschlafprobleme. Clarke schreibt: "Da ich die Patientin mehrere Wochen nicht sehen würde, gab ich ihr eine Serie von Mitteln mit. Jedes ... sollte sie dreimal täglich eine Woche lang nehmen und zwar in der...Reihenfolge: 1) Con. 30. 2) Phyt. 30. 3) Lyc. 30. 4) Sil. 30." Konsultation am 20. Juni: Fühlt sich "sehr viel besser und kräftiger...Der Darm arbeite besser...Der Knoten konnte immer noch gefühlt werden, aber er war beweglicher. Der Schmerz war verschwunden und die Achseldrüse konnte kaum bemerkt werden. ...Nun wurde eine neue Serie verschrieben... : 1) Con. 30. 2) Sil. 30. 3) Thuja 30. 4) Phyt. 30. Konsultation am 19. Juli: [Der] Knoten...kann kaum gefühlt werden. ...Sie hatte noch nie eine Medizin, die ihr so gut tat... Wiederholung des Rezepts." Der Knoten verschwand vollständig, wie Clarke 13 Jahre später von der Patientin erfuhr. Zwischenmittel bei akuten Krankheiten Die Zwischengabe von Arzneien kann erforderlich werden, wenn schwere Akutkrankheiten auftreten. Wenn zum Beispiel im Behandlungsverlauf eine starke Bronchitis auftritt, sollte diese genau repertorisiert und eine möglichst passende Arznei gewählt werden. Häufig ist das Mittel für die Akutkrankheit das für den Gesamtzustand angezeigte Mittel und führt zu einer Besserung des ganzen Falles. Somit weist die akute Erkrankung auf die aktuell angezeigte Krebsarznei hin!Hierzu ein Fall von Burnett: Während der Behandlung einer 35jährigen Frau mit Uterus-Karzinom tritt am 29.9.1882 eine Erkältung und ein "schlimmer Husten" auf. "Der Husten ist sehr quälend. ...Dulc. D1. 9.11.1882: Immer noch etwas Husten, der, wie sie glaubt, vom Magen kommt. Der Tumor ist kleiner." Außerdem wurde immer wieder beobachtet, daß nach Gabe eines wirksamen Zwischenmittels bei Schmerzen die chronische Arznei wieder eine bessere Wirkung zeigte [71].Deswegen schreibt Schlegel über die Zwischenmittel und die Forderung Hahnemanns und besonders Kents, nach Gabe eines chronischen Mittels solange keine neue Arznei anzuwenden, bis die erste ausgewirkt habe: "Man muß sich fragen, ob jene orthodoxen Vorschriften noch ihre volle Geltung behalten, wenn es möglich und erfolgreich ist, durch...oberflächlicher wirkende Arzneien das von ihnen begründete Werk glücklich weiter zu führen." Barthel berücksichtigt die Arzneiverwandtschaften auch bei der Behandlung akuter Zwischenkrankheiten. So verordnet er für die akute Bronchitis eines mit Sulf. behandelten Krebspatienten Puls. und schreibt: "Puls. als Ergänzungsmittel zu Sulf. unterbricht dessen Wirkung nicht, sondern ergänzt sie." Eine gute Wirkung des Zwischenmittels wiederum dient ihm als indirekte Bestätigung des laufenden chronischen Mittels. Zwischenmittel und adjuvante Mittel Die Exazerbation von Schmerzen kann die Gabe von Zwischenmitteln, unter Umständen auch die Gabe von mehreren Arzneien gleichzeitig erfordern. Auch bei Blutungen, Ulzerationen oder Folgezuständen nach Operation, Bestrahlung, Blutverlust usw. sind gegebenenfalls homöopathische Arzneien erforderlich. In den Kasuistiken von Krebsspezialisten wie Schlegel finden sich daher immer wieder Arzneien wie Bell., Bry. oder China in den Mittelfolgen.Im folgenden sollen einige Zustände, die Zwischenmittel oder adjuvante Mittel erforderlich machen, aufgeführt werden. Die Arzneien sind selbstverständlich nach der individuellen Symptomatik zu wählen. Einige der Arzneien, die sich bewährt haben, werden beispielhaft genannt:Bei Schmerzen: Arn., Aur-m-n., Bell., Cham., Eup-per., Euph., Nit-ac., Rhod., Ox ac. Bei maligner Ulzeration: Ars-i., Aster., Hep. Bei Blutungen, z.B. Blutung bei einem Blasen-Karzinom: Mill.; Blutung eines Krebsgeschwürs: Sang., lokal Ham. Bei Zuständen nach Flüssigkeitsverlust (langwierige Blutungen, Diarrhoen usw.): China. Bei postoperativen Beschwerden: Arn., Bell-p., Hyper. Bei oder nach Bestrahlung oder Radiumtherapie: Cadm m., Cadm-i, Fl-ac., Phos., Sil. ; Canth., Rad-br., X-ray. Bei ausgeprägter Hypotension infolge Herzschwäche empfiehlt Nebel adjuvante Arzneien wie Adonis vernalis, Convallaria maj., Moschus und besonders Strychninum. Zur Palliation bei Komplikationen in fortgeschrittenen Krebsfällen: Acon., Ars., Ars-br., Kaliumsalze, Lyc., Mag-p., Opium, Rad-br. Grimmer schreibt, daß bei fortgeschrittenen Fällen mit Schädigung lebenswichtiger Organe palliative statt kurative Arzneien gegeben werden sollten. Manchmal könne das Simillimum in niedriger Potenz als ein Palliativum wirken. Drainagemittel Tumorstoffwechsel- und -zerfallsprodukte mit toxischen Eigenschaften belasten den Organismus. Die Ausscheidung toxischer Substanzen kann durch ausleitende Mittel, sog. Drainagemittel angeregt werden. Nebel, der die Drainagemittel in die Krebs-behandlung einführte, unterscheidet Drainagemittel im allgemeinen und im engeren Sinne. Unter den erstgenannten versteht er jede gut gewählte chronische Arznei. Deren Einnahme führe häufig zu starken Ausscheidungsreaktionen wie vermehrter Auswurf, Diarrhoe, gesteigerte Urinausscheidung, Ekzem, Schweiße oder Schmerzen in verschiedenen Körperteilen. Aber bei geschwächter Vitalität und verminderter Funktion der Ausscheidungsorgane (Niere, Darm, Haut, Leber usw.) wirken die chronischen Arzneien nur noch unvollkommen. Dann sollte, so Nebel, auf die Drainagemittel im engeren Sinne zurückgegriffen werden. Er nennt Arzneien wie Apis, Bell., Bry., Chel., Chin., Con., Cond., Crat., Hydr., Lach., Phyt., Puls., Scrophularia nod., Sedum acre, Tarax. Unklar bleibt, nach welchen Kriterien diese Arzneien als Drainagemittel im engeren Sinne definiert werden. Hauptsächlich scheint er die Drainagewirkung aus den Organaffinitäten abzuleiten, Con. (Lymph-system, Drüsen), Cond. (Magendarmtrakt), Hydr. (Schleimhäute, Magen, Mamma) usw. Auch die Folgemittelverwandtschaften und Antidotwirkungen bezieht Nebel in die Drainagetheorie ein, wenn die betreffenden Arzneien zu Ausscheidungs-reaktionen führen. Zum Beispiel bestehen bei einer durch Sulf. aktivierten Tuberkulose trockener Husten und Fieber; Puls., das einen Auswurf induziert und das Fieber senkt, bezeichnet Nebel als Drainagemittel von Sulf. Hier kommt es jedoch zu einer Vermischung der Begriffe Folgemittel, Zwischenmittel und Drainagemittel, die für die Sache wenig hilfreich ist und vom eigentlichen Nutzen der Drainagemittel ablenkt. Die Arzneiverwandtschaften lassen sich keinesfalls allein mit Drainagewirkungen erklären!Für Drainagemittel im engeren Sinne nennt Nebel folgende Indikationen: Fortgeschrittene Tumorfälle, verminderte Vitalität, Kachexie, Herzschwäche, verminderte Urinausscheidung und hartnäckige Obstipation, trockene, runzlige Haut (behinderte Hautatmung), sehr große Tumoren und Tumoren alter Menschen. Bei großen Tumoren sollten zuerst die toxischen Substanzen ausgeleitet werden, die in Organen wie Leber und Milz gespeichert sind. Ansonsten bestehe die Gefahr, daß diese Gifte zusammen mit toxischen Tumorsubstanzen unter der Behandlung freigesetzt werden. Auf welche Weise können die Drainagemittel bei den genannten Indikationen in der Krebsbehandlung eingesetzt werden? Wegen ihrer vorwiegend lokalen Wirkung werden sie meist in niedrigen Potenzen oder in Urtinktur gegeben. Fortier-Bernoville verordnet Drainagemittel parallel zur laufenden homöopathischen Medikation. Auch im präkanzerösen Stadium versucht er, durch ausleitende Arzneien wie Tarax., Chel. oder Card-m. eine gute Leberfunktion zu erreichen. Drainagemittel können auch als Zwischenmittel nach einer Reihe tiefwirkender Arzneien gegeben werden. Nebel selbst gibt die Drainagemittel zu Beginn einer Behandlung über zwei bis drei Wochen. Abschließend sei darauf hingewiesen, daß auch andere, z.B. physikalische Maßnahmen und Ernährung die Ausscheidung toxischer Substanzen fördern. Ernährung und zusätzliche Maßnahmen Es gilt heute als gesichert, daß die Ernährung bei der Krebsentstehung eine ent-scheidende Rolle spielt. Bei 60% der Krebserkrankungen der Frauen und bei 40% der Männer ist ein Zusammenhang mit den heute üblichen Ernährungsgewohnheiten feststellbar [24,25]. Die Ernährung ist auch deshalb so wichtig, weil sie täglich auf den Organismus einwirkt. Hahnemann weist im Organon darauf hin, daß die "die Gesundheit störenden und Krankheit erzeugenden und unterhaltenden Dinge" vom Arzt erkannt und entfernt werden müssen. Schlegel schreibt zur Bedeutung der Ernährung bei Krebskranken: "Das Kraftmaß [zur Gesundung] muß der erkrankte Organismus selbst aufbringen. ...Die Richtung der inneren Kräfte gewinnt er...durch pharmakodynamische Einflüsse. Er gewinnt sie auch...durch [die] Ersparnis an dem überhaupt vorhandenen Kräftevorrat. Von diesem wird viel vergeudet durch unzweckmäßige Ernährung, auf welche das Leben einen großen Teil seiner Energien richten muß, um aufzuschließen und zu entgiften." "Das homöopathische Prinzip...stützt sich auf die organische Regulierung, ohne die Diät in so fundamentaler Weise zu beachten. Dies sollte aber in Zukunft...mehr geschehen, und es wäre dann zu hoffen, daß ein höherer Satz von Heilungen durch die kombinierten Methoden zu erreichen sei." Grimmer führt dies weiter aus, indem er feststellt: "Abgesehen von der Homöopathie ist die einzige wirkliche Chance und die einzige hilfreiche Maßnahme, die sich als nützlich...erwiesen hat, die Ernährung. Diätetische Maßnahmen sind genauso wichtig wie die Auswahl der passenden Arznei, denn wenn die Ernährungsregeln nicht genau eingehalten werden, wird Ihr homöopathisches Mittel in der Mehrheit der Fälle keine dauerhafte Heilung bewirken können." "Der Diätplan vervollständigt die arzneiliche Seite der Behandlung, da beide mit der Blutzusammensetzung des Patienten zusammenhängen. In allen Fällen ist die Blutchemie der allerwichtigste Faktor, den es zu ändern gilt, bevor pathologischen Prozessen Einhalt geboten werden kann... Die Ausscheidung von akkumulierten Krebstoxinen wird durch die geeignete Ernährung ebenfalls begünstigt, was auch in frühen Behandlungsstadien...von Wichtigkeit ist." Grimmer und besonders Schlegel geben zahlreiche Hinweise für eine zweckmäßige Ernährung. Bei allen Krebspatienten sollte also eine sorgfältige Ernährungsberatung durchgeführt werden. Über das Gesagte hinaus kann eine geeignete Ernährung auch krebshemmend wirken. Ein hoher Anteil krebshemmender und der Verzicht auf krebsfördernde Nahrungsbestandteile können das Fortschreiten der Krebsgeschwulst verlangsamen, in Einzelfällen sogar hemmen. Auf diesem Gebiet wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Erkenntnisse gesammelt, die in der Fachliteratur nachgelesen werden können. Die wichtigsten Empfehlungen werden kurz aufgeführt: Leicht verdauliche Speisen; reichlich Obst, Gemüse und Salat (mit hohem Gehalt der Vitamine A, E und C, Enzymen, Mineralstoffen und Spurenelementen); leicht bekömmliche Vollkorngetreide und Kohlenhydrate (z.B. Reis, Hirse, Dinkel, Kartoffeln, Nudeln), keine Auszugsmehlprodukte; Eiweiß vorwiegend in Form gesäuerter Milchprodukte, Frischkäse und Hülsenfrüchte; Einschränkung des Fleischverzehrs, Verzicht auf Schweinefleisch und -produkte, Verzicht auf rotes Fleisch, Innereien, gegrillte, gepökelte sowie geräucherte Waren; Reduzierung des Fettverzehrs und Bevorzugung hochwertiger Pflanzenfette; Verzicht auf raffinierten Weißzucker und Süßigkeiten; Einschränkung des Kochsalzkonsums; ausreichende Flüssigkeitszufuhr; Verzicht auf Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee. Es soll auf Ruhe beim Essen und gutes Kauen geachtet werden.Allgemeine Maßnahmen wie körperliche Bewegung, Frischluftzufuhr, Behandlung einer Obstipation usw. sind wesentlich. Begleitende Therapien aus dem Bereich der Naturheilverfahren wie die Gabe von antioxidativen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen (Selen, Zink), Mistelpräparaten, Enzymen usw. können im Rahmen dieser Arbeit nicht näher besprochen werden. Andere Techniken wie Entspannungsübungen, Meditation usw. können die homöopathische Behandlung unterstützen [19,20]. Heilungshindernisse Es ist wichtig, den Patienten auf mögliche Störfaktoren und Risiken hinzuweisen. Krebskranke dürfen sich nicht überanstrengen. Es sind schwerkranke Patienten, die mehrere Stunden Ruhe am Tag benötigen. Ein zu langer Spaziergang, übermäßige Haus- oder Gartenarbeit können sie schon aus dem Gleichgewicht bringen. Es finden sich Fälle in der Literatur, bei denen nach erfolgversprechendem Verlauf eine einzige Überanstrengung alle weiteren Bemühungen zunichte machte und der Patient bald verstarb. Clarke schreibt: "Man kann in kritischen Fällen dieser Art nicht bestimmt genug in seinen Anweisungen sein. Die Erholung hängt...an einem dünnen Faden und die kleinste Überanstrengung kann schon alles entscheiden." Emotionale Belastungen und Traumata spielen bei Krebs eine bedeutende Rolle. Dies können Kummer, Depression, eine unglückliche Ehe, ein schlechtes Gewissen oder Ärgernisse sein. Der Arzt muß dazu beitragen, derartige Probleme zu lösen. Hahnemann sagt: "...Der gute Arzt...wird...alles anwenden, was im Bereiche seines Einflusses auf den Kranken und seine Angehörigen...liegt, um Gram und Ärgerniß von seinem Kranken zu entfernen. Dieß...muß der Haupt-Gegenstand seiner Sorgfalt ...seyn." Weiterhin sind die Heilungshindernisse zu beachten, die in Hahnemanns "Chronischen Krankheiten" nachzulesen sind. Auch die in einer früheren Arbeit erwähnten krebsbegünstigenden Faktoren oder Blockaden wie Impfungen, frühere Krankheiten oder Verletzungen, frühere Bestrahlungen, geopathogene Strahlung, Ernährungsfehler können die Wirkung homöopathischer Arzneien beeinträchtigen und Heilungshindernisse sein. Psychologische Betreuung Der Patient muß neben der arzneilichen Behandlung psychologisch betreut werden. Er ist mit dem Tod konfrontiert. Er weiß nicht, ob er jemals wieder ohne Angst und Verunsicherung leben kann. Er weiß nicht, ob er seinen sozialen Rollen weiter gerecht wird. Fragen wie "Kann ich noch meine Familie, meinen Partner versorgen?" tauchen auf. Der Patient braucht Wertschätzung, Akzeptanz und Liebe, um sich selbst annehmen zu können. Er sollte den Raum haben, über seine Ängste und über sein Leben zu sprechen. Viele Patienten unterstellen zwar, daß der Arzt nicht dazu da ist, außer der medizinischen Behandlung sich mit ihren Gefühlsäußerungen zu beschäftigen. Darin irren sie jedoch. Jede Krankheit hat zwei Seiten, die körperliche und die seelische. Beide bedürfen der Verantwortung und Sorge des behandelnden Arztes.Im Gespräch selbst sollten Wendungen wie "Sie müssen Vertrauen haben, positiv denken, sich mit ihrer Krankheit auseinandersetzen" usw. vermieden werden, da dies für den Patienten neue Forderungen von außen sind. Letztlich wissen auch wir Ärzte nicht, was für die Patienten das beste ist, versöhnen sie sich mit ihrem Schicksal oder sind sie bereit, um ihr Leben zu kämpfen. Der Kranke findet dies am besten für sich selbst heraus. Hier geht es manchmal mehr um Zuhören als um das eigene Reden. Es darf auch mal gesagt werden: "Das weiß ich auch nicht." Und es darf auch mal geschwiegen werden.Es ist wichtig, dem Patienten Zuversicht zu vermitteln, ohne den Ernst der Lage zu bagatellisieren. Dazu ist notwendig, daß der Arzt selbst eine innere Haltung einnimmt, die Heilung möglich macht. Wenn er von vornherein nur an Palliation glaubt, dann entsteht keine Atmosphäre, die den Patienten und den Arzt in ihren Bemühungen unterstützt. Im übrigen sagt die Diagnose Krebs noch lange nichts über den individuellen Verlauf der Erkrankung. Schlegel schreibt: "Jeder Arzt sollte sich verpflichtet fühlen, die Krankheitserscheinungen eines Menschen zuerst unter dem individuellen Gesichtpunkt, worin sie für den Kranken lebenswichtig sind, anzusehen. Damit rückt das, was eine Krankheit mit anderen Fällen Gemeinsames hat, in die zweite Linie." Der Krebspatient muß seine innere Gestimmheit, seinen inneren Frieden wiedererlangen. Der Arzt kann auf die Kraft des Gebets hinweisen. Letztlich kann dieser Friede nicht allein durch Arzneien und Gespräche erreicht werden. Auch die bewußte Bemühung des Patienten ist hierfür nötig und es liegt in der Verantwortung des Arztes, den Patienten hierin zu unterstützen. Zum Abschluß Die Heilung von Krebsfällen durch homöopathische Arzneien ist nichts Neues. In der Literatur finden sich zahlreiche Fälle von Tumoren, die trotz eindeutiger Zeichen von Bösartigkeit geheilt wurden. Die Homöopathie ist somit eine reale therapeutische Option.Diese Arbeit möchte Homöopathen dazu ermutigen, Krebsfälle eigenständig zu behandeln, auch vor, parallel zu oder nach einer schulmedizinischen Behandlung. Sie möchte dazu anregen, homöopathische Behandlungskonzepte, die sich bei vielen chronischen Krankheiten bewährt haben, zu überdenken und andere Methoden zu erproben.Wir brauchen mehr Teamarbeit. Jeder behandelte Krebsfall sollte gut dokumentiert, Erfahrungen ausgetauscht werden. Auch Mißerfolge sind eine Gelegenheit zum Lernen. Wenn sich alle Mühe als vergeblich erweist, sollten wir das Geschehene genau abwägen, um potentielle Fehler beim nächsten Patienten zu vermeiden.Es war die Absicht dieser Arbeit, für die behandelten Themen den derzeitigen Wissensstand aufzuzeigen. Uns Homöopathen kommt die Aufgabe zu, dieses Wissen im Dienste des krebskranken Patienten anzuwenden und weiterzuentwickeln. Anmerkungen Alle Hervorhebungen in Fettschrift stammen vom Verfasser. Die Arzneien werden, auch in den verwendeten Zitaten, in der internationalen Abkürzung geschrieben. Einige seltene Arzneien werden ausgeschrieben. Literatur [1] Agrawal M L, P: Mind and Cancer. Simile 1993; 3: 14-15. [2] Barthel H: Expertenkonferenz zur homöopathischen Behandlung bei Krebs (Seminar). Bad Imnau, 26.-28.6.1998. [3] Barthel H: Homöopathie - Der Erfolg gibt Recht. Schäftlarn: Barthel & Barthel, 1996. [4] Barthel H: Persönliche Mitteilung. [5] Barthel H: Welche Therapie stoppte die Metastasierung? Dt. J. f. Hom. 1996; 3: 272-273. [6] Behnisch G: Expertenkonferenz zur homöopathischen Behandlung bei Krebs (Seminar). Bad Imnau, 26.-28.6.1998, und persönliche Mitteilung. [7] Berndt D: Landpraxis - Kasuistisches Mosaik. ZKH 1959; 3: 96,97. [8] von Bönninghausen C: Bönninghausen's Therapeutisches Taschenbuch 1846. Nachdr., Hamburg: Bernd von der Lieth (11846) [TB]. [9] von Bönninghausen C: Die Aphorismen des Hippokrates. Nachdr., Göttingen: Burgdorf, 1979 (11863, Leipzig) [AHP]. 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